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Handys mit ohne Jugendschutz

Das deutsche Mobilfunkunternehmen Vodafone bietet zwei Handys im Sortiment an mit dessen Technik das Austauschen von Videos und Bildern von den Eltern unterbunden werden kann. Die Sperre soll dazu dienen die Weitergabe von Gewaltvideos oder Bildern mit sexuellen Darstellungen unter Kindern zu unterbinden.

Handy Um die Sperre einzuschalten können Eltern die Schnittstellen für Bluetooth- und Infrarotverbindungen, die für den Austausch von Daten genutzt werden, mittels einer SMS mit einem bestimmten Kundenkennwort deaktivieren. Ist die Sperre aufgehoben verfügt das Handy nicht über die Fähigkeit normale Urlaubsbilder von jenen mit expliziten Inhalten zu unterscheiden.

Abgesehen von der erzieherischen Fragestellung ob man die eigenen Kinder im Umgang mit den neuen Medien mittels Verboten und SMS Überwachung erziehen sollte, drängt sich die Überlegung auf, wozu die Handys mit diesen Funktionen erst ausgestattet wurden. Am Handy-Markt gibt es eine Reihe an günstigeren Modellen die über die genannten Schnittstellen nicht verfügen und somit das Austauschen von Daten erst gar nicht ermöglichen. Auch lässt sich die Sperre über das Versenden von MMS-Bildnachrichten oder das Austauschen der Speicherkarte sehr leicht umgehen und bietet anhand dieser Schwächen keinen ausreichenden Schutz für Kinder.

Angesichst der Mängel in der Zeckmässigkeit der beiden Geräte (Samsung D900i und Samsung SGH250v) drängt sich die Annahme in den Vordergrund, dass Vodafone den Versuch unternimmt mit einem unausgereiften Produkt und großen Versprechungen im Teich um elterliche Marktanteile zu fischen.

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