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Mattel startet große Rückrufaktion

Der amerikanische Spielwarengigant Mattel startet dieser Tage die größte Rückrufaktion der Firmengeschichte. Weltweit sind mehr als 18 Millionen Artikel angesichts von Produktionsmängeln und möglichen Gesundheitsgefahren - darunter auch Spielzeug das in Österreich und Deutschland an den Handel geliefert wurde - von der Aktion betroffen.

Cars Spielzeug Neben einem Gesundheitsrisiko durch zu hohen Bleigehalt in der Farblackierung, u.a. bei Spielzeugautos die zum Kinofilm "Cars" erschienen sind, geht auch Gefahr durch das Verschlucken von Kleinteilen bei den Produktserien "Polly Pocket" oder "Doggy Day Care" aus. Hier handelt es sich um kleinteilige Magneten die in einem Zubehörteil der Serie "Barbie" als sicherheitsgefährdend eingestuft wurden und zu Verletzungen durch Verschlucken führen können. Die Spielprodukte wurden ab dem Jahr 2003 bis zum Jänner dieses Jahres produziert.

Polly Pocket Auszug aus der Presseinformation der Firma Mattel:
Bei den vom Rückruf betroffenen Artikeln sind in bestimmten Puppen, Spielsets und Zubehörteilen kleine Magnetteile enthalten, die herausfallen können. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass kleine Kinder sich diese Magneten in die Nase oder Ohren stecken, verschlucken oder auch einatmen. Beim Verschlucken mehrerer Magneten ist es nicht ausgeschlossen, dass sich die Magneten aneinander binden und es hierdurch zu gefährlichen Verletzungen des Magen- oder Darmtraktes kommen kann. Eingeatmete oder in Nasen/Ohren gesteckte Magneten können ebenfalls zu schweren Gesundheitsstörungen führen.

Cars Spielzeug Der Artikel "CARS Sarge" mit den Produktnummern H6414 bzw. L6294 verfügt über Farbeanstriche mit zu hohem Bleigehalt. Indentifizierzbar ist das Produkt anhand des Aufdrucks "CHINA" und der letzten drei Stellen des Date-Codes "7EA" auf der Unterseite des Spielzeugs. Die Fahrzeuge wurden laut Angaben von Mattel zwischen Mai und August 2007 gefertigt.

Laut Regierungsangaben der USA ist aufgrund der Herstellungsfehler bei diesen Produkten bereits ein Kind verstorben; 19 weitere mussten sich einer Notoperation unterziehen. Nach Bekanntgabe der Rückrufaktion ist der Aktienwert von Mattel zum New-Yorker Börsenbeginn um 3,3 Prozentpunkte gefallen. Parallel dazu startete das Unternehmen eine Anzeigenkampagne in mehreren US-Zeitungen, in denen der Konzern um das Vertrauen der Eltern wirbt.


Weitere Informationen und eine Übersicht über die von der Rückrufaktion betroffenen Produkte unter: http://www.mattel.de/service.php

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Kommentar von Nina |

Wo bleibt die Qualität? Also das mit den Rückrufaktionen hat in den letzten Jahren ja drastisch zugenommen. Nicht nur bei Mattel, aber beruhigt einen das? Ich finde nicht und anstelle von immer mehr Imagekampagnen sollte doch lieber mehr Geld für die Sicherheit der Produkte ausgegeben werden! Bleich gleich...