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TV-Überwachung im Kinderzimmer

Das koreanische Unternehmen idoit hat ein Fernsehgerät für das Kinderzimmer entwickelt mit dem Eltern über eine zweite Empfangseinheit mitverfolgen können was der Nachwuchs gerade schaut. Bei Bedarf können Eltern so ungeeignete Fernsehinhalte von einem anderem Zimmer in der Wohnung aus ihren Kindern verbieten.

Toity Fernseher Beide Geräte, der Kinderfernseher Toity sowie die dazugehörige Funkstelle mit eingebautem Überwachungsmonitor sind über eine WLAN-Verbindung schnurlos verbunden und können so in getrennten Räumen in der Wohnung aufgestellt werden. Die Eltern können so von der Küche oder dem Arbeitszimmer aus das Programm der kleinen Medienkonsumenten steuern. Sowohl für DVD-Player, DV-Camera, MP3-Player oder andere digitale Quellen bietet die Funkstelle für Übertragungen ins Kinderzimmer Anschlussmöglichkeiten. Im Batteriebetrieb läuft das Fernsehgerät bis zu drei Stunden.

Schön und gut, nur leider zeigt sich weder das Konzept noch die Technik dahinter als sehr ausgereift. Zum Einen richtet sich das Produkt in Design und Handhabung an eine Altersgruppe die vermutlich von Erziehungswissenschaftlern als nicht unbedingt geeignet zum täglich mehrstündigen Fernsehkonsum angesehen wird, zum Anderen könnte man sich fragen inwiefern die Ausübung von Erziehungsgewalt (das Umschalten eines vom Kind gewählten Fernsehprogramms) nicht auch durch eine Kommunikation der Problematik unterstützt werden sollte. Technisch ist die Fernseheinheit angelehnt an einen Computerbidschirm mit einer geringen aber ausreichenden Auflösung von 800 x 400 Pixeln. Das Kontrastverhältnis 400:1 sowie die Reaktionszeit von 30 ms liegen eher im geringeren Bereich.

Gegenüber dem über wenige Tasten einfach und klar zu bedienenden Fernseher verfügt die Fernbedinung über - für Kleinkinder mit Sicherheit verwirrende - 40 Knöpfe. Ob das Gerät seinen Weg nach Europa finden wird ist anzuzweifeln.


Link: www.toity.com - Zur Webseite des Herstellers

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