Kniereiter

Wie der Name schon verrät, werden - nach einem alten Brauch - dem Kind Kniereiter vorgesagt, während es „auf den Knien“, also vorne auf den Oberschenkel sitzt. Oftmals können Kinder davon gar nicht genug bekommen. Sie hopsen mit und lachen, je öfter, desto besser. Das Auf- und Abhüpfen der Beine vereint den lustigen Text und die Bewegungsabläufe. Es heitert in Handumdrehen auf und bei Schmerzen lenkt es ab. Kniereitverse sind eigentlich für die Kleineren gedacht. Aber auch größere Kinder lassen sich gerne noch auf den Schoß nehmen und machen mit.
Das besondere bei Kniereitern ist, dass Sprache und Bewegung zusammen kommen und dadurch in besonderer Weise die kindliche Entwicklung gefördert wird. Gemeinsames Sprechen und Bewegen verstärkt soziale Kontakte und macht Freude bei Erwachsenen und Kindern.

So reiten die Damen

So reiten die Damen, (Langsames Hin- und Herwiegen)
so reiten die Damen.

So reiten die Herren, (Sanftes Auf und Ab)
so reiten die Herren.

So reiten die Kosaken, (Hoppelndes, ruppiges Auf und Nieder)
so reiten die Kosaken.

Hopp, hopp, hopp

Hopp, hopp, hopp,
Pferchen lauf Galopp.
Über Stock und über Steine
aber bricht dir nicht die Beine.
Hopp, hopp, hopp,
Pferchen lauf Galopp

Das Kind wird im Takt des Verses erst sanft,
dann immer stärker auf und nieder geritten.

Hopp hopp hopp zu Pferde

Hopp hopp hopp zu Pferde,
wir reiten um die Erde.
Die Sonne reitet hinterdrein
wie wird sie abends müde sein.
Hopp hopp hopp.

Mit sanften Reiten beginnen und im
Verlauf des Reims stärker werden.

Hoppe, hoppe Reiter

Hoppe, hoppe, Reiter,
wenn er fällt dann schreit er.
Fällt er in den Graben,
fressen ihn dir Raben.
Fällt er in die Hecken,
fressen ihn die Schnecken.
Fällt er in den Sumpf,
dann macht der Reiter plumps!

Mit sanften Reiten beginnen und immer stärker werden.
Bei „plumps“ plötzlich die Knie öffnen und das Kind,
das durch die Beine rutscht, mit den Armen auffangen.

Ist ein Mann in Brunnen g’fallen

Ist ein Mann in Brunnen g’fallen
hab ihn hören plumpen,
hätt ich ihn nicht rausgeholt,
wäre er ertrunken.

Sanftes Reiten; bei „plumpen“ Knie öffnen und Kind auffangen,
langsam wieder heraufholen und wieder auf die Knie setzten.

Fährt das Schifflein übern See

Fährt das Schifflein übern See,
wackelt’s hin und wackelt’s her.
Kommt ein starker Sturm,
wirft das Schifflein um!

Mit den Knien abwechseln hoch und runter,
das Kind schaukelt dabei hin und her.

Mein Fahrrad

Vor-Zurück, Vor-Zurück,
nimm mein Rad und fahr ein Stück,
Hin und Her, Hin und Her,
Fahrrad fahren ist nicht schwer,
rundherum, rundherum,
auf einmal fällt es um, BUMM!

Mit dem Kind gemeinsam sich vor und zurück lehnen
dann recht und links. Kreisende Bewegungen mit den Armen des Kindes
und schließlich das sanft zu Boden gleiten lassen.

Ein Kamel

Ein Kamel reitet durch den Sand
in einem fernen, fernen Land.
Du schaukelst hin, du schaukelst her,
im großen, großen Wüstenmeer.
Nun fängt das Kamel zu rennen an,
du kannst dich nicht mehr halten dran.
Pass auf, pass auf du fällst jetzt gleich!
Doch schau, der Sand ist warm und weich.

Das Kind sitzt auf dem Schoß. Es werden seine Hände umfasst
und die Beine werden im Versrhythmus bewegt. Beide Knie
bewegen sich abwechseln nach links, und dann nach rechts.
D
as Tempo wird langsam gesteigert und bei
„du fällst jetzt gleich“ werden die Beine geöffnet
und das Kind gleitet langsam zu Boden.

Große Uhren machen…

Große Uhren machen tik, tak, tik, tak.
Kleine Uhren machen tik, tak, tik, tak, tik, tak.
und die kleine Taschenuhren
tike, take, tike, take, tike, take, tik.

Passend zu den Uhrengeräuschen wird das Kind hin- und hergeschaukelt.
Das Tempo langsam steigern.

Was?

Wenn’s regnet, wird’s nass,
wenn’s schneit, wird’s weiß,
wenn’s friert, gibt’s Eis,
wenn’s taut, wird’s grün,
werden alle kleine Jungfern schön.

Ri-ra-rutsch

Ri-ra-rutsch,
wir fahren mit der Kutsch.
Wir fahren nur ein Stückchen,
wir fahren übers Brückchen (Knie mit dem Kind nach oben schieben)
Doch plötzlich,
eins, zwei, drei,
bricht die Brücke entzwei! (Knien mit dem Kind nach untern sausen lassen)

Schotter fahren

Schotter fahren, Schotter fahren
auf dem alten Schotterkarren. (Kind auf den Knien hin- und herrütteln)
Auf den kleinen feinen Steinen, (Kind auf den Knien sehr vorsichtig wackeln)
auf den großen, die so stoßen! (Kind auf den Kien fester hin- und herrütteln)

Das Auto

Alles einsteigen, Türen schließen, anschnallen, Schlüssel umdrehen, brumm, brumm
Das Auto fährt tuck, tuck,
das Auto fährt tuck, tuck,
das Auto fährt, das Auto fährt,
das Auto fährt tuck, tuck.
Erst langsam wie ne Schnecke,
dann saust es um die Ecke.
Das fährt, das Auto fährt,
das Auto fährt tuck, tuck.

Am Anfang die angegebenen Bewegungen ausführen. Anschließend das Kind
rhythmisch auf den Knien auf und nieder hüpfen lassen. Zum Schluss immer schneller werden.

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