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Faulecken (Perlèche)

Bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen, treten so genannte Faulecken immer wieder auf. Es sind dies stark juckende, nässende und krustenbildende Entzündungen, die vorwiegend an Mundwinkeln, Ohrläppchen, Finger- und Zehenzwischenräumen auftreten. Faulecken sind akute Entzündungen, die jedoch auch chronisch werden können und neurodermitisch betroffene Kinder häufiger befallen.

FrauenmundBakterien und Soorpilze zeichnen als Krankheitserreger dieser Form von Ekzemen, die dann durch mechanisches Reiben (Schnuller beim Kleinkind oder Bleistifte beim Schulkind) oder zu enge oder raue Handschuhe und Socken entstehen.

Durch feine Einrisse oder Kratzspuren treten die Krankheitserreger in die Haut ein und verursachen nässende, verkrustende, leicht einreißende und blutende Ekzeme. Im Mundbereich reißen die Verletzungen durch den Verzehr von Speisen und Getränken immer wieder auf und werden durch das Ablecken der Zunge verbreitet. Im Fuß- und Handbereich entstehen die Faulecken durch das Schwitzen (zu enge Schuhe, Socken, Handschuhe oder Kunststoffe und -wolle, statt Naturprodukte). Auch zu enge Mützen und das Speicheln im Schlaf (Speichel fließt aus dem Mund zum Ohr) kann im oder am Ohr provozieren.

Eine ärztlich empfohlene Lösung zum Einpinseln sollte die Faulecken innerhalb von zwei Wochen verschwinden lassen, sonst muss der Arzt einen Abstrich machen, um die Erreger nachzuweisen und eine entsprechende Behandlung einleiten zu können.

Sollten die Ekzeme nicht abheilen, ist auch zu klären, ob eine Zuckerkrankheit, eine Allergie oder ein Eisenmangel vorliegt.

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