Finger-, Klatsch- und Handspielreime

Zu den ersten Spielen eines Kindes gehören die Finger- Klatsch- und Handspiele, die Mütter und Väter schon mit ihren Kleinsten spielen und sie zum Mitsprechen und Nachmachen animieren. Sie sind besonders zum Vorspielen an der eigenen Hand oder zum Berühren und Bewegen der Kinderfinger geeignet. Die gereimten und gesungenen Verse, die mit Bewegungen der Finger oder der ganzen Hand verstärkt werden, haben oftmals eine sehr eingängige Rhythmik und simple Bewegungsabläufe. Ganz ohne Utensilien erzeugen diese Reime Aufmerksamkeit und wecken Interesse. Damit eignen sich Fingerspiele sehr gut für Situationen, in denen Ablenkung gefragt ist, wie etwa beim Arzt oder bei langen Autofahrten.

Finger- und Handspielreime

Während diese Reime aufgesagt werden, nimmt man eine Hand des Kindes und tippt die die fünf Finger des Kindes an nacheinander an, schüttelt sie, zeiht ein wenig daran oder legt sie um, je nachdem, was im Vers beschrieben wird.

Das ist der Daumen

Das ist der Daumen,
der schüttelt die Pflaumen,
der hebt sie auf,
der bringt sie nach Haus,
und der kleine Wutzi-Wutzi - isst sie alle auf.

Der ist ins Wasser gefallen

Der ist ins Wasser gefallen,
der hat ihn herausgezogen,
der hat ihn ins Bett gelegt,
der hat ihn zugedeckt,
und der Kleine - hat ihn wieder aufgeweckt.

Zum Daumen sag ich eins

Zum Daumen sag ich eins,
zum Zeigefingerzwei,
zum Mittelfinger drei,
Zum Ringfinger vier,
zum kleinen Finger fünf.
Habe alle ins Kettchen schlagen gelegt,
still, dass keines sich mehr regt.

Daumen neig dich

Daumen neig dich,
Zeiger streck dich,
Mittler bück dich,
Goldner heb dich
Kleiner duck dich,
ja, ja, duck dich.

Weiß wie Schnee

Das ist der Daumen, der sagt:
„Ich bin weiß wie Schnee!“
Das ist der Zeigefinger, der sagt:
„Ich bin grün wie Klee!“
Das ist der Mittelfinger, der sagt:
„Ich kann blau wie der Himmel sein!“
Das ist der Ringfinger, der sagt:
„Ich bin gelb wie der Sonnenschein!“
Das ist der kleine Finger, der sagt:
„Ich bin rot wie Mama’s Mund!“
Alle Finger sagen:
„Wir sind kunterbunt!“

Fünf Freunde

Fünf Freunde sitzen dicht an dicht,
sie wärmen sich, sie frieren nicht.
Der Erste sagt: „Ich muss jetzt gehen.“
Der Zweite sagt: „Auf Wiedersehen.“
Der Dritte, der verlässt das Haus.
Der Vierte geht zur Türe raus.
Der Fünfte ruft: „Hey ihr, ich frier“.
Da wärmen ihn die anderen vier.

Ein kleines Auto

Ein kleines Auto hält vor unserem Haus.
„Ich fahr mit!“,
ruft der dicke Pit.
„Ich steig auch ein!“,
ruft der dünne Hein.
„Macht Platz!“,
ruft der lange Max.
Und dann noch die Trude,
die will nach Buxtehude.
„Die Türen zu!“, ruft Klaus.
„Sonst fallen wir alle wieder raus!

Wenn es regnet

Der Erste sagt: „ Wenn’s regnet, werd ich nass.“
Der Zweite sagt: „Wenn’s regnet, das ist kein Spaß.“
Der Dritte sagt: „Wenn’s regnet, da geh ich nicht aus.“
Der Vierte sagt: „Wenn’s regnet, bleib ich zu Haus.“
Doch der Kleinste, der will nicht warten,
der läuft mit dem Schirm in den Kindergarten!

Der Osterhase

Fünf Männlein sind in den Wald gegangen, 
sie wollten den Osterhasen fangen.

Der Erste, der war so dick wie ein Fass,
der brummte immer: „Wo ist denn der Has?“

Der Zweite rief: „Sieh da, sieh da!
Da ist er ja, da ist er ja!“

Der Dritte war der allerlängste,
doch leider auch der allerbängste,
der fing gleich an zu weinen:
„Ich seh keinen, ich seh keinen!“

Der Vierte sagte: „Das ist mir zu dumm,
ich mach nicht mehr mit, ich kehre jetzt um!“

Der Kleinste aber, der hat’s gemacht,
der hat den Hasen nach Hause gebracht.
Da haben alle Leute gelacht.

Zehn kleine Zappelmänner

Zehn kleine Zappelmänner
zappeln hin und her, 
zehn kleine Zappelmännern
fällt das gar nicht schwer.

Zehn kleine Zappelmänner 
zappeln auf und nieder, 
zehn kleine Zappelmänner
tun das immer wieder.

Zehn kleine Zappelmänner 
zappeln ringsherum, 
zehn kleine Zappelmänner
fallen plötzlich um. 

Zehn kleine Zappelmänner
kriechen ins Versteck, 
zehn kleine Zappelmänner
sind auf einmal weg.

Zehn kleine Zappelmänner 
sind nun wieder da,
zehn kleine Zappelmänner
rufen laut: „Hurra!“

Alle meine Fingerlein

Alle meine Fingerlein
sollen jetzt mal Tiere sein

Dieser Daumen dick und rund 
ist der schwarze Schäferhund.
Zeigefinger ist ein Pferd,
das die Kinder reiten lehrt.
Der Mittelfinger ist die Kuh,
die gibt Milch ohne Rast und Ruh.
Ringfinger ist das Schwein
mit vielen Ferkeln klitzeklein.
Kleiner Finger ritz-ratz
ist die weiße Miezekatz.

Nacht sind alle fünf im Stall,
hör nur, wie sie schnarchen all.

Himpelchen und Pimpelchen

Himpelchen und Pimpelchen 
die steigen auf einen hohen Berg.

Himpelchen war ein Heinzelmann 
und Pimpelchen ein Zwerg. 

Sie blieben lange dort oben 
und wackelten mit ihren Zipfelmützen.

Doch nach vielen Wochen 
sind sie in den Berg gekrochen.

Schlafen dort in guter Ruh. 
Seid mal still und horcht gut zu!

Ch ch ch ch ch…
Heisa, heiße, Hoppsasa,
Himpelchen und Pimpelchen sind 
wieder da!

Wir spielen und fangen lustig an

Wir spielen, wir spielen
und fangen lustig an.
Wenn der Daumen nicht mehr kann,
dann kommt der Zeigefinger dran.

Wir spielen, wir spielen 
und fangen lustig an.
Wenn der Zeigefinger nicht mehr kann,
dann kommt der Mittelfinger dran.

Wir spielen, wir spielen
und fangen lustig an.
Wenn der Mittelfinger nicht mehr kann,
dann kommt der Ringfinger dran.

Wir spielen, wir spielen
und fangen lustig an.
Wenn der Ringfinger nicht mehr kann,
dann kommt der kleine Finger dran.

Wir spielen, wir spielen 
und fangen lustig an. 
Wenn der kleine Finger nicht mehr kann,
dann nehmen wir die ganze Hand.

Streitende Zwerge

Dort oben auf dem Berge, 
da ist der Teufel los. 

Da streiten sich fünf Zwerge 
um einen großen Kloß. 
Der erste will ihn haben,
der zweite lässt ihn los,
der dritte fällt in’ Graben
dem vierten platzt die Hos’.
der fünfte schnappt den Kloß

und isst ihn auf mit Soß’. 

Alle meine Fingerlein, wollen heute Vögel sein

Alle meine Fingerlein 
wollen heute Vögel sein.

Sie fliegen hoch, 
sie fliegen nieder. 

Sie fliegen fort, 
sie kommen wieder 

Sie bauen sich im Wald ein Nest, 
dort schlafen sie dann tief und fest. 

Daumen Knuddeldick

Dies ist der Daumen Knuddeldick, 
das sieht man auf den ersten Blick. 
Und macht das Kind ein Fäustchen,
kriecht Knuddeldick ins Häuschen.

Der Zeigefinger, der ist klug, 
der droht, wenn jemand Böses tut. 
Bringt unser Kind zum Lachen
beim Kille-kille machen.

Der dritte ist der größte hier, 
viel länger als die andern vier. 
Da kann er schön bewachen,
was seine Brüder machen.

Der vierte ist ein eitles Ding, 
der trägt am liebsten einen Ring 
und schmückt er sich zum Feste, denkt
es, er wär’ der Beste.

Von allen Fingern kommt zum Schluss, 
der winzig kleine Pfiffikus. 
Der wedelt mit dem Schwänzchen,
beim frohen Fingertänzchen.

Erst kommt die Schnecke

Erst kommt die Schnecke 
und kriecht um die Ecke.

Dann kommt der Hase Dem Kind an die Nase stupsen
und zwickt Dich in die Nase.

Jetzt kommt der Zwerg, 
der klettert über’n Berg.

Zum Schluss kommt der Floh 
und zwickt dich in den Po!

Klatschspielreime

Eine ursprünglich in erster Linie bei Mädchen beliebtes Spiel ist das Händeklatschen. Dabei stehen oder sitzen sich zwei Mitspieler gegenüber und klatschen in die eigene oder in die Hände der gegenüberstehenden bzw. gegenübersitzenden Spielerin. Je nach Geschicklichkeit wird auch auf die Oberschenkel, auf die Wange oder über den Kopf geklatscht. Den Ideen sind hier keine Grenzen gesetzt aber dazu gilt, je länger der Reim ist, desto mehr Spaß macht das Spiel. Zu Beginn des Spiels einigt man sich auf die Abfolge der Klatscharten und versucht dann, erst langsam und schließlich immer schneller, den Reim aufzusagen und dabei im Takt der Silben zu klatschen.

Bei Müllers hat’s gebrannt

Bei Müller hat’s gebrannt-brannt-brannt,
und ich bin hingerannt-rannt-rannt.
Da kam ein Polizist-zist-zist,
der schrieb mich auf die List-List-List.
Die List, die fiel in den Dreck-Dreck-Dreck,
da war mein Name weg-weg-weg.

Zehn, zwanzig, dreißig

Zehn, zwanzig, dreißig,
Mädchen, du bist fleißig.
Vierzig, fünfzig, sechzig,
Mädchen, du bist prächtig.
Siebzig, achtzig, neunzig,
Mädchen, du bist freundlich.
Hundert, tausend, Million,
Mädchen trägt die gold’ne Kron’.

Die Kastanien hängen am Baum

Die Kastanien hängen am Baum, Baum, Baum
da gehen wir alle schaun, schaun, schaun.
Wir nehmen Tüten mit, mit, mit
und sammeln sie auf zu dritt, dritt, dritt.
Dann gehen wir wieder Heim, Heim, Heim
und basteln daraus ein Schwein, Schwein, Schwein.

Embambi

Wir sagen nonono
Wir sagen sisisi
Wir sagen no
Wir sagen si
Wir sagen empompi
Embambi Kolonie Kolonatsa
Embambi Kolonie
Akademi Safari
Akademi Bumbum

Doktor Bär

Doktor Bär
schickt mich her,
ob der Kaffe fertig wär.
Morgen um sieben
wird er gerieben.
Morgen um acht
wird er gemacht.
Morgen um neun
kommt er herein,
da soll der Kaffe fertig sein.

Liebespaar


Liebespaar, küsst Euch mal
auf der Straße U S A.
Noch ein Kuss
dann ist Schluss
weil die Braut nach Hause muss.

Rotgestreifte Ringelsöckchen

Rotgestreifte Ringelsöckchen
und die Rucki-Zucki-Schuh
rotlackierte Fingernägel,
die gehör'n dann auch dazu.
Wenn ich vor dem Spiegel steh
tanz ich wie 'ne Sommerfee
Bin ich nicht verrückt?
Bin ich nicht entzückt?

Komm ich abends spät nach Haus
schimpft mich meine Mutter aus,
mach mir aber gar nichts draus
komme wieder spät nach Haus.

In einer Badewanne

In einer Badewanne
saß eine dicke Dame.
Dicke Dame lachte
Badewanne krachte.

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