Bettys Blog

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Mein Bügelladen hat ein Burnout

Weil ich ja eine ordentliche Hausfrau bin neige ich dazu, alles was sich mir in den Weg stellt, zu waschen. Einerseits deswegen, weil es sich mir nicht nur in den Weg stellt, sondern auch in den Weg duftet, wie z.B. die Socken Gr. 45 meines Göttergatten, andererseits auch deswegen, weil es die ideale Form des schnellen Aufräumens darstellt:

WaeschebergAlles, was steht, liegt und sich am Boden windet und knäuelt, wird in die unzähligen Schmutzwäschekörbe gestopft. Meinem mir am Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten Angetrauten entlockt die Absolvierung meiner Rennstrecke ein freudiges "Oh, heut hast du aber viel im Haushalt gemacht". Meine Trainingsbestzeit auf den kurvenreichen Bahnen durch das Haus dauert höchstens 27 Minuten inklusive Boxenstopp mit Waschpulverwechsel und Programmwahl plus Dehn-, Häng- und Streckvariationen des Gewaschenen über den Trockenständer und, wenn dieser sich als haltlos überfüllt darstellt, unterstützt mich das Trainingsgerät meines Mannes mit seinem weit ausladenden bizepsfördernden Gestänge.

Schön und gut.

WaescheWenn jedoch die Wäsche trocken ist und der nasse Nachschub drängt... und das Heinzelmännchen den Bügeltermin schon dreimal platzen ließ... dann bleibt mir nur mehr die Chance, Hemden und Blusen in diversen Farbkreationen bis in schwindelnde Höhen zu schichten... Und wo? - natürlich zweckgebunden am Bügelladen. In weiser Voraussicht habe ich schon vor langer Zeit ein extrastarkes Exemplar gekauft, das jetzt bei der letzten Ladung - um die 60 cm Marke aufzufüllen - schlicht und einfach zusammengebrochen ist. Ohne Vorwarnung, kein Stöhnen, kein blasses Bügelbrett, völlig unvorbereitet sackte es vor mir zusammen wegen lächerlicher 30 Hemden und 15 Jeans. Burn out, Rehabilitation sinnlos. Es wird angedacht, in ein neues, tonnengeprüftes Rübezahlbügelbrett zu investieren.

Schaurig-schönes Halloween

Betty

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