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Stadt schließt Scientology-Kindertagesstätte

Auf Anraten des deutschen Verfassungsschutzes wurde gestern in München eine Kindertagesstätte, der in manchen Ländern als Sekte eingestuften Religionsgemeinschaft Scientology, vom lokalen Schulamt geschlossen.

Scientology Kreuz Die Tagesstätte lautete auf den Namen "Kinderhäusl". Die Mitwirkenden des Trägervereins der Kindertagesstätte sowie die 18 Kinder bis zum Alter von 10 Jahren sind allesamt Mitglieder bei Scientology.

Neben einem Gutachten durch das Staatsinstitut für Frühpädagogik, zu dem der Trägerverein des Kindergartens Stellung nehmen sollte, wurden auch Mitarbeiter des Schulreferates zu Gesprächen und zur Begutachtung des Kinderangebotes entsandt. Gestern hat man von offizieller Seite der KITA mit sofortiger Wirkung die Betriebserlaubnis entzogen. Als Erklärung wurden die inhaltlichen und methodischen Grundsätze von Scientology, vor allem in Bezug auf das Recht von Kindern auf eine freie Entfaltung der Persönlichkeit, kritisiert.

Die Kritik bezieht sich auch auf die Lehren von Ron Hubbard, dem Gründer der Religionsgemeinschaft, dessen Erziehungsgrundsätze nicht mit dem Bildungs- und Erziehungsplan des bayrischen Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsgesetztes einhergehen.

In Deutschland ist die Scientology-Kirche als Religionsgemeinschaft nicht anerkannt und steht seit 1997 unter Beobachtung des Verfassungschutzes.

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