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Phimose - Vorhautverengung bei Jungen

Die Phimose betrifft nur Knaben und ist eine Verengung der Vorhaut über der Spitze des Gliedes oder eine Verklebung der Eichel mit dem Penis. Die verengte Stelle, die auch einem kleinen Rüssel ähnelt, führt dazu, dass der Harn nicht in kräftigem Bogen heraustritt, sondern schief und kraftlos ausläuft. Der behinderte Urinablauf und die Ansammlung von Vorhauttalg und Zellbestandteilen können zu Entzündungen (Balanoposthitis) im Vorhautsack führen, die als Schwellung und Rötung verbunden mit Schmerzen und Jucken der Gliedspitze, auftritt.

Toilettenschild Boys Im Säuglingsalter ist eine Verklebung zwischen Vorhaut und Eichel normal und verschwindet meist bis zum dritten Lebensjahr. Bei einem Prozent der männlichen Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren bleibt jedoch eine Phimose bestehen.

Eine diagnostizierte Vorhautverengung sollte spätestens bis zum Alter von 8 bis 10 Jahren, bei Schmerzen und Entzündungen jedoch schon früher, behandelt werden. Diagnosen sollten bei Verdacht schon ab dem dritten Lebensjahr, selbst wenn keine Schmerzen auftreten, eingeholt werden. In 75 bis 80 % der Fälle sind Behandlungen mit speziellen kortisonhältigen Salben erfolgreich. Diese dauern ca. sechs Wochen. Zeigen diese keine entsprechende Wirkung, wird meist eine Operation empfohlen. Da es unterschiedliche Meinungen zur Art der Behandlung sowie zur idealen Operationszeit gibt, ist es sinnvoll, sich mehrere Meinungen von Kinderärzten und Urologen einzuholen.


Bildquelle: BOYS. | Fotograf: Carl Palmer | CC icon Some Rights Reserved

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