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Die Rolle der Großeltern in der Familie

Das Österreichische Institut für Familienforschung (ÖIF) veröffentlicht im Herbst 2008 eine Untersuchung einer 2004 durchgeführten Studie zur Rolle der Großeltern. In der Studie wurden Großeltern über ihre Nähe und ihre Aufgaben im Familienverband befragt.

Hände Statistisch erfasst geben 41% der Großeltern an, täglich persönlichen oder telefonischen Kontakt mit mindestens einem ihrer Kinder zu haben. Töchter dürften sich geringfügig mehr um den Kontakt bemühen als Söhne. Für rund die Hälfte der Befragten spielt Einsamkeit keine Rolle. Dies korreliert allerdings mit der angegebenen Wohnnähe, die bei vielem dieser Fälle unter 25 km Distanz liegt.

Die meisten Großeltern verstehen die Betreuung der Enkel als familiäre Verpflichtung und bemühen sich ihre Kinder bei der Betreuung zu unterstützen. Besonders jüngere Omas und Opas, (ca. 57%) unter 60 Jahren, schauen öfters nach den Kindern. Bei den 80- bis 89-jährigen fällt die Quote der Aufpasser auf 14%, was im zwangsläufig höheren Alter der Enkel begründet ist. Vor allem für Enkel zwischen drei und 10 Jahren nehmen Eltern Hilfe von ihren Eltern in Anspruch.

Auch helfen Großeltern im Haushalt. Hier zeigt sich nicht überraschend, dass vor allem Großmütter die Familien ihrer Kinder im Haushalt unterstützen.

An den Eckdaten, die im voraus über die Studie veröffentlicht wurden, lässt sich ablesen, dass die viel diskutierte soziale Auftrennung der Generationen sich durchaus als eine Entwicklung der Gesellschaft zeitigt, sie ist aber bei weitem nicht so weit vorangeschritten wie dies oft proklamiert wird. Für viele junge Familien tut sich in einer hektischen Welt, eine neue Perspektive durch die großelterliche Hilfestellung auf. Großeltern befinden sich in vielen Familien nach wie vor in einer zentralen Funktion oder werden aufgrund von wirtschaftlichen Hintergründen, unberechenbaren Arbeitszeiten und mangelnden Betreuungseinrichtungen in die Kinderbetreuung integriert.

Genauere Details sowie ein Abriss zur Studie finden sich unter dem folgenden Link.


www.oif.ac.at - Informationen zur Studie

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