
Gewaltvideospiele hinterlassen nachweisbare Spuren im Gehirn des Menschen. Eine aktuelle Studie der Radiological Society of North America liefert den Beweis, dass gewalttätige Games vorrangig die Bereiche für emotionale Erregung im Gehirn stimulieren und aktivitätsmindernd auf die Regionen der Selbstkontrolle wirken.
Verglichen wurden zwei Gruppen von Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 17
Jahren. Eine Gruppe testete ein aggressives Egoshooter-Game,
die andere ein nicht-gewalttätiges Spiel. Die Spieler des
Egoshooters zeigten eine deutlich erhöhte Aktivität in der Amygdala, im
wesentlichen zuständig für die Rolle der emotionalen Erinnerung an bestimmte
Situationen und die Analyse von potenziellen Gefahren. Gleichzeitig
verringerten sich im Gegensatz zur Versuchsgruppe die Gehirnleistungen in
den Bereichen der Selbstkontrolle und Konzentrationsfähigkeit.
Das Ergebnis der Studie zeigt, dass sich Gewaltspiele kurzzeitig anders im
Gehirn festsetzen, als gewaltfreie. Die Wissenschaftler weisen ausdrücklich
auf die erhöhte emotionale Erregung der Probanden hin.| Jungen in der Pubertät |
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