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Schwangerschaftsanzeichen

Egal ob herbeigesehnt oder gefürchtet – viele Frauen machen sich Gedanken über mögliche Anzeichen einer Schwangerschaft. Diese können jedoch von Frau zu Frau und sogar von Schwangerschaft zu Schwangerschaft variieren. Bei manchen Frauen treten alle, bei vielen nur ein paar, bei wenigen gar keine der folgenden Symptome auf. Sie sind daher kein zuverlässiges Kriterium für das tatsächliche Vorliegen einer Schwangerschaft, wohl aber hilfreiche Anhaltspunkte.

Positiver Schwangerschaftstest

Das Ausbleiben der Periode

Es ist das klassischste aller Schwangerschaftsanzeichen: Die monatliche Regelblutung setzt nicht wie gewohnt ein. Wieso bleibt die Periode in der Schwangerschaft aus? Ist eine Frau nicht schwanger, wird jeden Monat ein unbefruchtetes Ei mit Gewebe aus der Gebärmutter ausgestoßen. Das ist die monatliche Regelblutung. Ist eine Frau schwanger, wurde das Ei befruchtet und hat sich in der Gebärmutter eingenistet. Die Blutung wird dadurch überflüssig. Tatsächlich ist das Ausbleiben der Periode ein sehr deutliches Indiz dafür, dass eine Schwangerschaft vorliegt. Ein 100-prozentiges Kriterium ist es aber nicht.

Zum einen kann das Ausbleiben der Regelblutung auch andere Gründe als eine Schwangerschaft haben. Viele Frauen haben ihre Menstruation unregelmäßig. Auch Faktoren wie Stress, Erkältungen, Untergewicht oder gynäkologische Krankheiten können für eine Verspätung oder ein Ausbleiben der Periode verantwortlich sein.

Zum anderen ist es möglich, dass eine Schwangerschaft vorliegt, aber trotzdem Blutungen auftreten. So können in der frühen Schwangerschaft leichte Blutungen vorkommen, die viele Frauen mit der monatlichen Menstruation verwechseln. Beispielsweise beobachten manche Frauen etwa eine Woche nach dem Eisprung eine sogenannte Einnistungsblutung. (Normalerweise sind leichte Blutungen in der frühen Schwangerschaft harmlos - Sobald stärkere Blutungen auftreten, sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden.) Bei Frauen, die trotz Einnahme der Pille schwanger geworden sind, kann die monatliche Abbruchblutung (das ist die menstruationsähnliche Blutung, die bei Einnahme der Pille die monatliche Periode ersetzt) auch nach dem Eintritt einer Schwangerschaft auftreten.

Weitere Anzeichen einer Schwangerschaft

Neben dem Ausbleiben der Menstruation gibt es eine Reihe weiterer Symptome, die für das Vorhandensein einer Schwangerschaft sprechen. Viele Frauen spüren diese Anzeichen schon vor dem Ausbleiben der Periode. Die häufigsten Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Schwangerschaft sind: Häufige Übelkeit manchmal verbunden mit Erbrechen. Diese typische Morgenübelkeit kann durchaus auch mittags oder abends auftreten

  • Heißhunger auf bestimmte Nahrungsmittel
  • Eine plötzliche Abneigung gegenüber eigentlich als angenehm empfundenen Geschmäckern und Gerüchen. Vielleicht auch plötzlicher Ekel vor Alkohol oder Nikotin
  • Anschwellen der Brüste und Dunkelfärbung der Haut um die Brustwarzen. Die Brüste reagieren empfindlicher auf Berührung als gewohnt
  • Unterleibskrämpfe
  • Häufiger Harndrang
  • Gereiztheit und emotionale Sensibilität. Beispielsweise weinen manche Schwangere schneller als sonst.
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Die Haut ist außergewöhnlich rein oder besonders unrein
  • Frauen die mit der Temperaturmethode verhüten, stellen fest, dass die Körpertemperatur kurz vor dem Termin der Periode nicht wie üblich absinkt.

Diese Anzeichen können auf eine Schwangerschaft hinweisen, müssen aber nicht. Jedes der Anzeichen kann auch eine andere Ursache als eine Schwangerschaft haben. Viele Frauen spüren diese Symptome auch, weil sie eine Schwangerschaft stark herbei hoffen oder sehr befürchten. Ebenso kann es vorkommen, dass eine Frau schwanger ist, aber die genannten Vorzeichen nicht spürt. Um mehr Klarheit zu gewinnen, möchten viele Frauen einen Schwangerschaftstest durchführen.

Der Schwangerschaftstest

Schwangerschaftstests zur Selbstanwendung messen die Konzentration des Hormons HCG (Humanes Choriongonadotropin) im Urin. Diese Tests kann man normalerweise ab dem ersten Tag, an dem die Regel fällig wäre, durchführen. Es gibt jedoch auch Frühtests, die sich schon vor diesem Tag (ca. 5-10 Tage nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr) absolvieren lassen. Diese sind allerdings weniger sicher.

Es ist wichtig, genau darauf zu achten, ab wann man den jeweiligen Test durchführen kann. Wird ein Test zu früh angewendet, ist der HCG-Anteil im Urin vielleicht noch zu gering und der Schwangerschaftstest zeigt fälschlicherweise ein negatives Ergebnis an. Den Test führt man am besten gleich nach dem Aufstehen durch, denn im Morgenurin ist die HCG-Konzentration am höchsten. Schon nach wenigen Minuten lässt sich das Ergebnis ablesen.

Ist der Schwangerschaftstest negativ, aber die Regel tritt innerhalb der nächsten Zeit nicht ein, sollte der Gynäkologe aufgesucht werden. Zeigt der Test ein positives Ergebnis an, liegt mit großer Sicherheit auch eine Schwangerschaft vor. Auch dann sollte der Weg zum Frauenarzt führen, denn nur so kann von Beginn der Schwangerschaft an eine optimale medizinische Betreuung gewährleistet werden.

Der Frauenarztbesuch

Der Gynäkologe wird die Frau zunächst untersuchen. Er kann eine Schwangerschaft an einer bläulichen Verfärbung des Muttermundes und einer Auflockerung der Gebärmutter feststellen. Etwa ab der fünften Woche nach dem ersten Tag der letzten Menstruation (man spricht dann von der 5. Schwangerschaftswoche) kann der Frauenarzt mittels Ultraschall die Fruchthöhle erkennen. Ein bis zwei Wochen später sind auf dem Ultraschallbild schon embryonale Anteile und der Herzschlag des Kindes zu sehen.

Mit dem Ergebnis umgehen

Die Nachricht einer Schwangerschaft kann ganz unterschiedliche Gefühle auslösen. Gerade für Frauen, die die Schwangerschaft nicht geplant haben, ist sie oft ein Schock. Aber auch wenn der Nachwuchs seit längerem herbeigesehnt wird, können zunächst negative Gefühle auftreten.

Es ist wichtig, sich für solche Gefühle nicht zu schämen. Eine Schwangerschaft ist oft ein großer Einschnitt im Leben einer Frau und ein Überschlagen der Gefühle von daher verständlich. Auch kann sich das emotionale Befinden durch die Schwangerschaft verändern (siehe oben). Den meisten Frauen hilft es, sich mit einer vertrauten Person auszutauschen. Das kann der Partner, aber ebenso Freunde, Familienangehörige oder der Frauenarzt sein. Auch gibt es für Schwangere spezielle Beratungsangebote, welche nicht nur für Frauen gedacht sind, die über einen Schwangerschaftsabbruch nachdenken.

Umgekehrt kann es für manche Frauen emotional schwierig sein, einen negativen Schwangerschaftstest zu akzeptieren. Dies ist natürlich besonders dann der Fall, wenn die Schwangerschaft geplant und erhofft war. Aber auch Frauen die sich ein negatives Testergebnis gewünscht haben, berichten oft von Gefühlen der Leere, wenn dieses dann eintritt. Auch in diesem Fall gilt: Man sollte sich nicht scheuen, mit vertrauten Personen über seine Gefühle zu sprechen.

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Kommentar von Daniela |

Hallo!

Ich habe eine sehr unangenehme Frage, aber dadurch, dass mein Fa zur Zeit auf Urlaub ist, bin ich eigentlich recht unentspannt.

Ich habe seit 2. Monaten die Pille abgesetzt da ich sie ein Monat davor schon unregelmässig genommen habe. Insgesamt habe ich durchgehend 11jahre die mirelle genommen. Am 12. Dezember hatte ich meine letzte Untersuchung, keine Schwangerschaft, dafür hat sie eine zyste entdeckt. Meine fa meinte ist nichts schlimmes das kann davon kommen wenn man die Pille absetzt. Am 17.12 hatte ich auch bis 24.12 meine Periode und hatte auch danach ungeschützten GV. Laut zyklustage hätte ich theoretisch meine Periode am 14.1 bekommen sollen habe sie bis heute nicht. Einen sst habe ich durchgeführt zu Mittag welcher negativ ausgefallen ist. Ich habe seit 4 Tagen ein leichtes ziehen im unteren liegt das eventuell an der zyste?

Bitte um eine Rückmeldung. Vielen Dank!
Daniela