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Koffein in der Schwangerschaft

Nach Information des Wissenschaftsmagazins NATURE haben WissenschaftlerInnen der Michigan State University eine Studie an trächtigen Ratten durchgeführt welche zeigt, dass Koffeinkonsum der Muttertiere ein hyperaktives Verhalten der geborenen Rattenbabys bewirkt. Ein wissenschaftlicher Nachweis für die Gefährdung von Menschenbabys durch Koffein liegt bis dato jedoch nicht vor.

cafeIn den Tierversuchen wies der Nachwuchs von Ratten, die in der Schwangerschaft Koffein verabreicht bekamen, Veränderungen beim Zellaufbau und im Verhalten auf. Die Abweichungen, ausgelöst durch Glutamate, die von den Zellen aufgenommen wurden und Zellveränderungen herbeiführten, zeigten sich durch aktiveres und ungehemmteres Verhalten der Neugeborenen. Sie waren eher bemüht ihre Umgebung zu erforschen und interagierten intensiver und länger mit anderen Tieren, als die Ratten der Versuchsgruppe, der kein Koffein verabreicht wurde. Neben diesen Verhaltensauffälligkeiten konnten aber keine kognitiven Defekte nachgewiesen werden.

Während Zigaretten und Drogen das ungeborene Kind nachweislich schädigen, sind negative Auswirkungen von Koffein in der Schwangerschaft mit derartigen Studien noch nicht nachgewiesen. Bekannt ist allerdings, dass schwangere Frauen bei zu viel Kaffeegenuss die auftretenden Symptome - wie Nervosität und schnelleres Herzklopfen - mit dem Ungeborenen teilen. Aus diesem Grund werden ein bis zwei Tassen Kaffee pro Tag von ÄrztInnen als Maximum in der Schwangerschaft empfohlen.


www.nature.com - Webseite des Wissenschaftsmagazin NATURE

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