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Zunehmende Suchtabhängigkeit bei Mädchen

Das Ergebnis einer aktuellen WHO-Studie mit dem Namen "Health Behaviour of school-children" zeigt auf, dass Mädchen in Anzahl und Konsummenge von Suchtmitteln vermehrt zu gleichaltrigen Burschen aufschließen. Seit der letzten Erhebung aus den Jahren 2001/02 hat dieser Trend vor allem bei weiblichen Teens verstärkt zugenommen.

Zigarette und Aschenbecher "Wir beobachten, dass sich die Relation beim Drogenkonsum zwischen Burschen und Mädchen zusehends nivelliert", erläutert Michael Musalek, Leiter des Anton-Proksch-Institutes in Kalksburg im Gespräch mit dem Standard. "Liegt das Mann-Frau-Verhältnis bei erwachsenen Alkoholikern bei vier zu eins, lautet es bei den unter 15-Jährigen nur mehr zwei zu eins. Beim Nikotinkonsum sind die Mädchen tendenziell eher sogar vorn."

Interessanter Aspekt der veränderten Zustände unserer Zeit ist die Erkenntnis der Suchtforscher, dass nicht vorrangig sozial schwächere Schichten in Süchte flüchten. Ein familiärer Hintergrund, der den Jugendlichen ein überdurchschnittlich hohes Taschengeld anbietet, vereinfacht auch den Zugang und das Ausprobieren unterschiedlicher Suchtmittel.

HBSC-Studie

Die HBSC-Studie (Health Behaviour of School Children) wird von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) seit 1990 alle vier Jahre durchgeführt. Die Auswertung erfolgt auf der Grundlage von Daten aus beinahe allen europäischen Ländern, den USA und Kanada.

Quelle: diestandard.at


Links:
www.api.or.at - Anton-Proksch-Institut Kalksburg
www.who.com - WHO - Weltgesundheitsorganisation
www.hbsc.org - Health Behaviour of School Children

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