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Sicher surfen mit Kindern

Das Internet ist heute kaum noch aus unserem Leben wegzudenken und gerade junge Menschen nutzen es sehr intensiv. Da wundert es nicht, dass auch die Jüngsten schnell den Weg ins World Wide Web finden und ihre Eltern in punkto Technikkompetenz schnell überholen.

Doch der richtige Umgang mit dem Internet will gelernt sein, vor allem Kindern sollten Grenzen beim Surfen gesetzt werden – darauf hat auch der diesjährige Safer Internet Day am 9. Februar aufmerksam gemacht. Mit ein paar Tipps können Eltern ihrem Nachwuchs zeigen, wie es richtig geht und wo Vorsicht geboten ist.

Sicheres Surfen in jedem Alter

Bevor Eltern ihr Kind in der weiten Welt des Internets surfen lassen, sollten sie sich bewusst sein, dass es auf den unzähligen Webseiten unterschiedlichste Inhalte gibt und nicht alle für jede Altersstufe geeignet sind. Denn abgesehen von Seiten, die nur für Erwachsenen gedacht sind, können Kinder komplexe Inhalte erst ab einem gewissen Alter verarbeiten und sollten daher schrittweise an die Internetnutzung herangeführt werden.

Ehe der Nachwuchs an den Computer darf, sollte dieser daher kindersicher gemacht werden. Das geht ganz einfach, indem man die Sicherheitseinstellungen des jeweiligen Internet-Browsers so vornimmt, dass Webseiten mit pornographischem oder gewalttätigem Inhalt grundsätzlich gesperrt werden. Zusätzlich können einzelne Seiten auf eine Blockierliste gesetzt werden. Wer online über illegale Inhalte stolpert, kann diese außerdem unter www.stopline.at melden.

Das deutsche Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend hat zudem eine mehrstufige Empfehlung für die Internetnutzung von Kindern ausgegeben: Im Alter von vier bis sechs Jahren sind demnach Lern- und Spielprogramme geeignet, um Kinder mit dem Computer vertraut zu machen, auch erste, kindertaugliche Webseiten können ansehen und ausprobiert werden. Zwischen sieben und elf Jahren gehen Kinder schon selbstständiger mit dem Internet um. Die Begleitung der Eltern ist nun besonders wichtig, da die Kids in diesem Alter viel ausprobieren möchten und Rahmenbedingungen für die Nutzung gesetzt werden müssen. Ab zwölf Jahren verläuft die Internetnutzung schon sehr eigenständig, der Nachwuchs kennt sich dann vielleicht schon besser aus als seine Eltern. Selbst in diesem Alter sind Gespräche über die Nutzung wichtig, Eltern sollten ihrem Kind aber auch Kompetenzen zugestehen.

Do´s und Don´ts für kleine Surfer

Wer das Internet mit seinen Kindern entdeckt, kann ihnen nicht nur wertvolle Tipps für das Surfen geben, sondern bei auftretenden Fragen gleich zur Stelle sein, auf Wünsche eingehen und Risiken aufzeigen. Gemeinsam kann man besprechen, was man im Internet sieht und wie man darin navigiert.

Wichtig ist, den Umgang der Kinder mit dem Internet nicht zu kritisch zu beäugen, denn online finden sich auf viele nützliche, lehrreiche und spannende Informationen. Gemeinsam sollten aber von Anfang an Verhaltensregeln festgelegt werden. Dazu zählt, dass man persönliche Daten wie Adresse und Telefonnummer nicht preis gibt, die Netiquette in Chatrooms einhält oder bei Downloads und anderen Angeboten darauf achtet, ob diese tatsächlich kostenfrei sind.

Ebenso sollte geklärt werden, dass gerade in den derzeit beliebten sozialen Netzwerken wie Facebook oder MeinVZ nichts unüberlegt veröffentlicht werden sollte – egal ob persönliche Informationen oder Bilder. Kinder sollten wissen, dass es Viren und Spam-Mails gibt und sie Informationen aus dem Internet hinterfragen dürfen und sollen. Wichtig ist zudem, dass Kinder ihre Eltern dazu ermutigen, über Dinge, die sie im Internet lesen und erleben, zu sprechen – besonders dann, wenn sie ihnen fragwürdig erscheinen.

Spiel, Spaß und Lernen im WWW

Das Angebot an Webseiten, die speziell für Kinder gemacht sind, ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Gerade junge Kinder sollten vorerst dort den Umgang mit dem Internet üben. Mittlerweile gibt es auch eigene Suchmaschinen für junge Nutzer, deren Ergebnisse vorab auf ihre Kindertauglichkeit überprüft wurden. Eine davon ist Blindekuh, die nach eigenen Angaben erste deutsche Suchmaschine für Kinder. Auf dieser Webseite wird unter anderem erklärt, wie man die Suche genauer gestalten oder das Internet nach mathematischen Aufgaben und Lösungen durchforsten kann. Außerdem gibt es Tipps zu verschiedenen themenbezogenen Webseiten, eine Rezeptesammlung und Möglichkeiten zum aktiven Mitmachen.

Eine weitere Kinder-Suchmaschine ist Loopilino, die ebenfalls nur vorab geprüfte Links anzeigt. Besonders originell finden wir, dass junge Nutzer hier auch kostenlos eine eigene Webseite gestalten können (loopiweb). Zudem gibt es verschiedene Softwareprogramme für Kinder zum kostenlosen Download.

Link-Tipps für Kinder, unter anderem zu den Themen Spiele, Tiere oder Sport gibt es unter kinder.at. Gut finden wir, dass es zu jedem Link eine Altersempfehlung gibt und Nutzer die Links bewertet können. Besonders kindgerecht gestaltet ist auch die „Seite mit dem Elefanten“ - Eltern kennen den kleinen blauen Elefanten bestimmt schon aus der Sendung mit der Maus. Auf der dazu gehörigen Webseite für Kinder wird auf Text verzichtet und stattdessen auf bunte Zeichnungen gesetzt. Zu entdecken gibt es Bastelvorlagen, Spiele oder die Sendung mit dem Elefanten als Videoclip.

Webtipps: https://www.saferinternet.at, https://www.blindekuh.at, https://www.loopilino.de, https://www.kinder.at, https://www.wdrmaus.de/elefantenseite

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Kommentar von Der_Dexter |

Guter Vortrag! Ich bin der Meinung, dass ihnen dieser Vortrag sehr Gelungen ist. Jedoch sollten vielleicht auch einige wichtige Tipps für Leute die das Internet nicht kennen vorhanden sein, wie z.B. eine Antivirensoftware nutzen oder nicht auf zugeschickte Links gehen oder ähnliches.

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