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Schlechte Noten zum Zeugnis

In wenigen Wochen werden die schulischen Jahreszeugnisse Freude und Verzweiflung auslösen. Um es bei negativen Noten nicht soweit kommen zu lassen, ist es wichtig mit Kindern das Thema "Schulnoten und ihre Bedeutung" vorab zu besprechen. Schulische Rückschläge die sich negativ auf den Selbstwert der Kinder auswirken, können so schon im Vorfeld abgefangen werden.

Schulnoten Ende Juni erhalten die ersten Schüler in den Bundesländern ihr Jahresabschlusszeugniss. Dann wird gefeiert und gratuliert und den Kindern werden Geschenke für ihre positiven Schulleistungen überreicht. Doch einige Kinder haben keinen Anlass zur Freude, fürchten sich gar davor negative Beurteilungen mit nach Hause zu bringen. Schlechte Noten und vielleicht die Aufforderung das Schuljahr zu wiederholen, oder die vermeintlich qualifizierteren Schulwege die Freunde einzuschlagen nicht mit zu gehen, verletzen Kinder oft stärker als man denkt.

In unseren Breitengraden sind Kurzschlusshandlungen aus dem Druck den die Benotung ausübt - gegenüber anderen Ländern wie beispielsweise Japan - glücklicherweise dünner gesäät. Dennoch kann eine schlechte Bewertung der Leistungen eines Kindes dessen emotionalen Zugang zur Schul- und Lernsituation nachhaltig verändern. Um unangemessene Ängste die sich in den Köpfen der Kinder und Jugendlichen formieren können erst gar nicht entstehen zu lassen, ist es wichtig das Eltern ihre Einschätzung der schulischen Leistungen ihren Zöglingen mitteilen.

Schulnoten Druck und Wettbewerb sind zwischen Gleichaltrigen ohnehin oft sehr hoch. Für Kinder deren Noten zu wünschen übrig lassen ist es tröstlich wenn die Eltern angesichts dieser Situation auch die vielen anderen Qualitäten und Fähigkeiten des Kindes hervorheben und loben. Um Druck vorzubeugen kann es auch sinnvoll sein, die Zeugnisausgabe durch den Lehrer in der Schule zu besprechen. Mitschüler reagieren oft mit untergriffigen Kommentaren und auch im Berufsstand der Pädagogen, ohne dabei ein pauschales Urteil zu fällen, kommt es vor, dass verletzende Seitenbemerkungen zur Zeugnisvergabe hinzugefügt werden ("Dieses Jahr hast du es gerade noch geschafft, mal sehen wie du dich im Nächsten machst"). Angesichts solcher Situationen kann man Kindern für den eigenen Selbstschutz auch sachliche Gegenkommentare mit auf den Weg geben ("Ich habe viele Fähigkeiten, da darf ich mir auch einmal eine nicht so tolle Note leisten.")

Das Lebensglück ist nicht ausschliesslich, wenn nicht sogar nur zu einem geringen Teil, von Noten abhängig. Das wissen Erwachsene die bereits durch die Schule gegangen sind genauso wie Genies die eine katastrophale Schullaufbahn hinter sich haben. Wenn ein Kind das Bewusstsein hat, trotz negativer schulischer Leistungen das Leben zu meistern, kann es besser mit Niederlagen aller Art umgehen und ist nicht nur während der Schulzeit sondern vielleicht auch im Erwachsenenleben vor Kurzschlusshandlungen gefeit. Die Schule ist für Kinder, so wie das Berufsleben für Erwachsene, eine vielschichtige Umgebung voller Eindrücke, dass man auch hier Strategien entwickeln muss um sich vor allzu harten Dämpfern zu schützen sollte selbstverständlich sein.

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