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Mediale Sexualisierung von Mädchen

Erneut belegt eine Studie aus den Vereinigten Staaten, dass die mediale Sexualisierung junge Frauen in ihrer psychischen, körperlichen und sexuellen Entwicklung stark beeinträchtigt. Eine Arbeitsgruppe der American Psychological Association unter der Leitung von Eileen Zurbriggen hat sich den unterschiedlichen Medien und kulturellen Informationsformen zugewandt, um diese auf ihre sexistischen Inhalte und möglichen gesellschaftsstrukturierenden Wirkungen zu untersuchen.

Ernstes Mädchen auf schwarzem Hintergrund Fernsehen, Videos, Songtexte, Illustrierte, Filme, Videospiele und das Internet wurden verstärkt auf ihre Inhalte untersucht. Auch Werbekampagnen und Produktmerchandising wurden in Hinsicht auf ihre zu vermittelnden Nachrichten reflektiert wobei darauf geachtet wurde, welche Teile der Text- oder Bildkommunikation über positive weibliche Charakteristika oder durch eine Sexualisierung des weiblichen Körpers kommuniziert werden.

Laut Eileen Zubriggen zeigen sich die negativen Auswirkungen im Leben jeder Frau, aber vielfach verstärkt in derzeitig jungen Generationen - durch den regen Kontakt mit den unterschiedlichsten Medien im Verlauf des Tages. Beeinträchtigungen im kognitiven wie emotionalen Bereich stehen in Wechselwirkung zueinander und begünstigen mittlerweile als klassisch bekannte psychische und physische Krankheitsformen wie Magersucht, Depression, Selbstwertprobleme, etc. bei Mädchen.

Der 68-seitige Bericht über die Studie führt in seiner Einleitung die grundlegende Problematik sowie Beispiele an. Weiters werden die Formen des Medienkontakts von Mädchen, deren Konsequenzen und eine Reihe an Vorschlägen für einen alternativen Umgang besprochen. Der in englischer Sprache verfasste Bericht liest sich übrigens leicht, ist informativ und übersichtlich in thematische Bereiche gegliedert.

Die groß angelegte Studie ist trotz absehbarer Ergebnisse eine wichtige Zusammenführung und erneute Betonung der gegenwärtigen Lebensrealität von jungen Frauen in den Vereinigten Staaten und anderen Industrienationen.

Bildquelle: Kristyna 2 | Fotograf: Petr Kurecka | All Rights Reserved

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Kommentar von Tanja |

Traurig, dass über so ein wichtiges Thema so indifferent Diskutiert wird.

Kommentar von Ja, eine Frau :) |

Eine ziemlich oberflächliche Behauptung. Jugendliche von heute haben zwar früher sexuelle Erfahrungen, das heisst aber nicht, dass sie dadurch reifer werden. Die meisten stehen nur unter dem Normalitätsdruck, der vor allem durch die Medien erzeugt wird. Aber nicht alles, was gezeigt wird, ist normal. Vor allem nicht das sexualisierte Frauenbild, dass den jungen Mädchen aufgedrängt wird! Während Erwachsene als reife Persönlichkeiten in der Lage sind, die medialen Darstellungen kritisch zu bewerten und sich eine eigene Meinung zu bilden, können Kinder und Jugendliche das nicht. Sexualisierung der Medien ist nicht so harmlos, wie viele denken, was die Studie auch belegt.

Kommentar von Autor unbekannt |

Also es ist egal, die Jugendlichen von heute, egal ob Junge oder Maedchen, sind einfach auch fruehreifer und damit auch schon frueher aufgeklaert!!

Kommentar von Georg Teiber |

Mit einem derartigen Kommentar Herr Meister disqualifizieren Sie sich selbst. Autsch !

Kommentar von DER Meister |

Is doch alles Stuss,Mädchen sind in den letzten Jahren viel freizügiger geworden...