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Gewalttätige Computerspiele gefragt bei Mädchen

GTA Laut einer aktuellen Studie des Center for Mental Health and Media in Massachusetts bevorzugen neben Jungen auch Mädchen Gewaltdarstellungen in Computerspielen. Die Studie, die aufzeigt, dass Gewaltspiele Teil des jugendlichen Alltags sind, wurde unter 1.254 Zwölf- bis 14-jährigen in zwei Bundesstaaten der USA erhoben.

Laut den WissenschaftlerInnen wurde die Studie an Jugendlichen aus allen sozialen Schichten und Bildungshorizonten durchgeführt und soll so erstmals einen repräsentativen Querschnitt über den Umgang mit Computerspielen darlegen.

Unter den Befragten nutzten nahezu alle Jugendlichen Computerspiele. Nur sechs Prozent hatten innerhalb des vergangenen Jahres keinen partizipativen Kontakt mit dem Thema. Unter den weiblichen Studienteilnehmerinnen erklärten 25 Prozent, Spiele genutzt zu haben die erst ab 17 Jahren in den USA freigegeben sind. Unter den Jungs sind es etwa zwei Drittel. Eines von zehn Mädchen gab an, täglich mit dem Computer zu spielen.

Während das Spiel Grand Theft Auto bei den Jungen an erster Stelle steht, folgt es bei den befragten Mädchen bereits auf Platz zwei, nach dem Simulationsspiel The Sims. Die WissenschaftlerInnen betonen in ihrer Auswertung der Studie auch, dass Computerspiele auch neue Formen sozialer Freundschaften, besonders unter Jungen, hervorrufen und andere ablösen. So werden Gemeinsamkeiten, wie es auch bei anderen Interessen wie beispielsweise Sport der Fall ist, über den Metatext der Spiele verhandelt und das gemeinsame Verständnis festgelegt.

Cheryl Olson, Leiterin der Forschungsgruppe, möchte mit ihrer Arbeit für eine breiter angelegte Debatte sorgen und betont die Wichtigkeit der gesellschaftlichen Veränderung durch passive Spielinhalte: "Wir hoffen, dass diese Studie der erste Schritt dazu ist, die Diskussion von "Gewaltspiele sind schrecklich und zerstören die Gesellschaft" nach 'Welche Spielinhalte könnten schädlich für welche Kinder in welchen Situationen sein" zu lenken. Wir müssen einen neuen Blick darauf werfen, welche Regeln und welche Einschränkungen sinnvoll sind."

www.mentalhealthandmedia.org -Zur Webseite des Center for Mental Health and Media

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