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Initiative gegen Gebärmutterhalskrebs

"Coalition against Cervical Cancer" nennt sich eine anlässlich des Welttages für Gebärmutterhalskrebs am UNESCO-Gipfel gegründete Initiative von Wissenschaftlern und Prominenten, die nationale Impfprogramme gegen Papillomaviren (HPV) fordert. Humane Papillomaviren sind verantwortlich für Gebärmutterhalskrebs und angeblich die zweithäufigste Todesursache von Frauen im Alter zwischen 15 und 44 Jahren.

Illustrationsgrafik mit Ringen und einem Schriftzug HPV

Gegenüber der Presseagentur Pressetext meinte der Präsident der Österreichischen Krebshilfe, Paul Selvada: "Erstmals kann durch einen Impfstoff der Ausbruch einer Krebserkrankung verhindert werden. Es wäre fahrlässig, diese große Chance ungenutzt verstreichen zu lassen. Der seit vergangenem Jahr erhältliche Impfstoff schützt vor den beiden gefährlichsten krebserregenden HPV-Stämmen."

Selvada bezieht sich auf die Krebsstämme 16 und 18, die unter 120 weiteren HPV-Stämmen die Hauptverursacher von Gebärmutterhalskrebs sind. Wie auch bei anderen Krebsarten ist bei dieser Form die Früherkennung wichtig für einen effizienten Behandlungserfolg. Etwa 25% aller Virenansteckungen werden beim Geschlechtsverkehr übertragen. Selvada empfiehlt HPV-Impfungen, die sich dieses Jahr erstmals im Impfplan befinden, bei Kindern und Jugendlichen vor ihrer sexuellen Reife. Mädchen, Jungen, Frauen und auch Männer mit sexueller Aktivität sollten sich, um die Virenzirkulation in der Gesamtbevölkerung langfristig zu unterbinden, impfen lassen.

Katharina Stemberger, österreichische Vertreterin der "Coalition against Cervical Cancer", stellte letzten Freitag in Salzburg die Österreichische Initiative gegen Gebärmutterhalskrebs vor. Stemberger vertritt mit der Vereinigung die Ansicht, dass HPV-Impfungen für Mädchen und Frauen kostenlos zur Verfügung gestellt werden sollten. Auf der dazugehörigen Informationsseite kann man sich bei Interesse als UnterstützerIn der Initiative anmelden und bereits Teilinformationen abrufen.

Bezüglich Impfungen bei Kindern sind aber auch die Meinungen von ImpfkritikerInnen bezüglich der HPV-Impfung mit Interesse zu verfolgen.

Link: www.gebaermutterhalskrebs.or.at (Seite nicht mehr aktiv)

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