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Buntes Himmelspektakel mit bitterem Nachgeschmack

Millionen von Euro werden vor Jahresende wieder für Knaller und Feuerwerkskörper ausgegeben. Ein Großteil der Fabrikate die über den Ladentisch wandern wird, häufig auch von Kindern, in ungesicherten Produktionsstätten in China produziert. Offiziellen Schätzungen zur Folge arbeiten eine halbe Million Billigarbeitskräfte, darunter vor allem Frauen und Kinder, in den 7000 Fabriken Chinas zur Herstellung von Feuerwerkskörpern. Die Dunkelziffer dürfte dabei weit höher liegen.

FeuerwerkMeist sind die ArbeiterInnen völlig ungesicherten Arbeitsbedingungen ausgesetzt und müssen mit chemischen und hochexplosiven Substanzen hantieren. In den letzten 20 Jahren hat dieser Umstand laut offiziellen Zahlen 10.000 Menschen das Leben gekostet.

Häufig setzen auch Kinder in Schulen die Feuerwerkskörper zusammen um Unterhaltskosten für ihre Lehrer zu erwirtschaften, da diese ihre Gehälter gar nicht oder meist verspätet ausbezahlt bekommen. Im Jahre 2001 wurden bei dieser Tätigkeit 60 Schüler und ein Lehrer getötet.

Einem dänischen Konsumententeam gelangt ein umfangreicher Einblick in die größte Feuerwerksfabrik in China und stellte fest, dass es kaum Sicherheitsmaßnahmen für die meist weiblichen ArbeiterInnen gibt. Viele chemische Substanzen die dort verwendet werden sind in Europa verboten oder dürfen nur mit größten Vorsichtsmaßnahmen und Sicherheitsauflagen verarbeitet werden.

Für den bewußten Konsumenten ist die ethische Herkunft von Produkten und die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen ein immer brisanter werdendes Thema. Wenn wir als Erwachsene diese Umstände an unserer Jüngsten kommunizieren, wachsen Sie in einem Verständnis dafür auf, dass unser Reichtum an Gütern, die Armut anderer Menschen bedeutet kann.


www.stop-fireworks.org - Informationen zu rechtlichen Entwicklungen, Sterbefällen, Gesundheitsschäden, etc. zum Thema Feuerwerke

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