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Bewegung im Alltag: Ideen für einen aktiveren Familienalltag

Nicht nur während der Babyzeit müssen Eltern darauf achten, dass ihr Kind einen gesunden Start ins Leben genießt. Auch später sind ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung entscheidend. Insbesondere Aktivität im Alltag lässt sich jedoch nicht immer leicht realisieren. Neben Schule, Job und Kindergarten nämlich bleibt nur wenig Zeit. Wie es dennoch klappt mit dem gesunden Lebensstil.

Familie beim Fahrradfahren

Tut gut und macht Spaß: Rad statt PKW

Viele Eltern, deren Kinder zur Schule oder in den Kindergarten gehen, nutzen das Auto, um ihre Schützlinge dort abzuliefern und später wieder zu holen. Im Grunde genommen aber ist das nur in den seltensten Fällen nötig, da die Wegstrecken in vielen Gemeinden kurz ausfallen. Wer den PKW konsequent stehen lässt und stattdessen in die Pedale tritt, integriert gesunde Bewegung ganz automatisch in den Familienalltag. Das gilt auch für weitere Strecken zu Freunden, um Einkäufe zu erledigen oder auch einfach so zwischendurch.

Radfahren schult die kindliche Motorik, verbessert den Gleichgewichtssinn und bringt den Kreislauf in Schwung. Das tut nicht nur Kindern gut, sondern auch Eltern, die sonst den ganzen Tag im Büro sitzen müssen. Auf Sicherheit zu achten, ist beim Radfahren jedoch unverzichtbar. Da es in Österreich für Kinder eine Helmpflicht gibt, muss der solide Kopfschutz stets dabei sein. Und auch wenn Eltern gesetzlich betrachtet keinen Helm tragen müssen, sollten sie dennoch darüber nachdenken. Nicht nur zum Schutz, sondern auch, um ihrer Vorbild-Funktion gerecht zu werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt in Bezug auf die Sicherheit beim Radfahren ist die passende Fahrradgröße. Viele Kinder fahren mit Rädern, die zu klein oder zu groß sind. Passen Körper und Rad jedoch nicht zusammen, birgt das ein gewisses Unfallrisiko. Auch bikester.at macht hierauf aufmerksam und merkt an, dass sich zu kleine Räder leichter überschlagen, während zu große Modelle von Kindern oft nicht richtig gelenkt oder gebremst werden können. Vor dem Umstieg vom PKW auf das Rad sollten Eltern daher genau prüfen, welche Rahmengröße ihr Kind benötigt und gegebenenfalls ein neues Fahrrad besorgen.

Sportliche Hobbys finden

Wenig Zeit im Alltag zu haben, ist längst kein Erwachsenen-Problem mehr. Kinder, die in der Schule sind, müssen auch nachmittags viele Pflichten erfüllen. Gut haben es da alle, die sich für Hobbys entscheiden, bei denen Bewegung im Zentrum steht. Das ist sogar wichtig, um die körperliche Gesundheit zu fördern, denn wie sozialministerium.at berichtet, waren zwischen 2010 und 2012 rund 24 Prozent der österreichischen Kinder zwischen sieben und 14 Jahren übergewichtig. Bewegungsmangel ist ein entscheidender Faktor bei der Entstehung von Übergewicht und daher genau schädlich wie falsche Ernährung.

Eltern sollten ihre Kinder daher zur Aufnahme von Hobbys ermutigen, die ihnen auch körperlich etwas abverlangen. Hier ist die Auswahl glücklicherweise groß. Manchen Kindern bereiten Einzelsportarten wie Reiten, Schwimmen oder auch Turnen viel Freude, während wiederum andere gerne im Team aktiv sind. Für sie bieten sich beispielsweise Fußball, Handball oder Basketball an. Welche Sportart es letztlich wird, sollten Kinder frei entscheiden dürfen. Dann nämlich bleiben sie motiviert und verfolgen ihr Hobby mit Leidenschaft. Zwang jedoch führt über kurz oder lang zu Verweigerung.

Ausflugsziele mit Bewegungs-Faktor

Sind die Möglichkeiten für elterliche Einflussnahme auf die Freizeitgestaltung unter der Woche recht gering, ändert sich das an Wochenenden und in den Ferien schlagartig. Dann nämlich haben die gewöhnlichen Alltagspflichten Pause und Familien können ihre Freizeit selbst gestalten. Nicht selten wird das zum Problem, denn es fehlen die passenden Ideen. So kommt es, dass Kinder in ihrer Freizeit immer öfter mit Konsolenspielen, Fernsehen oder Zocken am Computer beschäftigt sind und sich entsprechend wenig bewegen.

Gefragt sind dann vor allem die Eltern. Sie sollten nach Ausflugszielen suchen, die zu körperlicher Aktivität animieren und der ganzen Familie Freude bereiten. Schöne Beispiele sind Ausflüge zu Zielen wie

  • Eislaufhallen
  • Kletterhallen oder -wäldern
  • Trampolinparks
  • Erlebnis-Wanderwegen
  • oder auch Schwimmbädern.

Sind Kinder hier gemeinsam mit ihren Eltern aktiv, profitiert die Gesundheit aller Beteiligten davon. Das bezieht sich nicht nur auf körperliches, sondern auch auf seelisches Wohlbefinden. Kurier.at berichtet von einer norwegischen Studie, die genau das untersuchte. Hier wurden rund 800 Kinder begleitet. Die Forscher fanden heraus, dass aktive Kinder ein geringeres Risiko für die Entstehung von Depressionen oder depressiven Verstimmungen aufwiesen. Wer sich also regelmäßig bewegt, fühlt sich besser. Letztlich wirkt sich das auch auf die Konzentrationsfähigkeit in der Schule aus, denn wer sich in der Freizeit so richtig austoben kann, leidet weniger unter Stillsitzen und Zuhören.

Unter dem Strich also sorgt ein aktiver Lebensstil in vielen Bereichen für Verbesserung. Körperliche Gesundheit, seelisches Wohlbefinden und auch die persönliche Entwicklung sind Punkte, die durch Sport und Bewegung gefördert werden. Kinder, die gemeinsam mit anderen oder auch alleine „sporteln“, sind häufig belastbarer, motivierter und verfügen über eine gesteigerte Frustrationstoleranz. Genügend Gründe also, um endlich Schluss mit dem Couchpotato-Alltag zu machen.

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