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Spracherwerb durch verbalen Missbrauch verzögert

Verbaler Missbrauch kann, laut einer Harvard-Studie, Entwicklungsverzögerung im Spracherwerb hervorrufen und kognitive Schäden verursachen. Betroffene Kinder beginnen später zu sprechen, zeigen verzerrte Verhaltensmuster und eine Beeinträchtigung der Denkleistungen.

Gehirnscans haben gezeigt, dass die Sprachzentren im Gehirn bei den Betroffenen um zehn Prozent kleiner sind, als bei nicht misshandelten Menschen, was eine Benachteiligung beim Erlernen von Sprache nach sich zieht. Die Größe der Gehirnteile kann auch genetisch bedingt sein, doch zeigt sich auch in früheren Studien der Harvard Medical School in Boston, dass sexuell missbrauchte Kinder eine Beeinträchtigung der Sehentwicklung aufweisen. Dies lässt auf einen Zusammenhang zwischen Gehirnaktivität und Missbrauch schließen.

Verbal misshandelte Kinder neigen zu Extremen wie erhöhter Aggression oder überzogen gefügigen Verhaltensformen. Dies bestätigen auch leitende Psychotherapeuten des Kinderschutzzentrums "die Möwe". Verbaler Missbrauch findet nicht nur in den häuslichen vier Wänden statt, sondern auch im Bekannten- und Freundeskreis und in der Schule. Häufig werden Kinder verbal und nonverbal im außerhäuslichen Bereich misshandelt. Hier gilt es Zivilcourage zu zeigen und gerade als Eltern seine Kinder zu schützen und dem Missbrauchstäter sowie auch dem Kind zu sagen, dass das Verhalten nicht in Ordnung ist.

Auch selbst ist man in manchen Situationen nicht gefeit, dass einem das falsche Wort und der falsche Ton aus dem Munde rutscht. Eine Entschuldigung beim Kind zeigt wahre Größe und dem Kind, dass Fehler passieren können, dass man diese aber auch wieder selbst in Ordnung bringen muss. Die Kommunikation mit dem Kind hat von Beginn an Einfluss auf die Entwicklung des Kindes und kann zu irreparablen geistigen Schäden führen.


http://hms.harvard.edu - Harvard Medical School
http://www.die-moewe.at - Kinderschutzzentren Die Möwe

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