unerklärlich schüchtern

SandraSandra

Posts: 2

edited 6. 06. 2007, 10:29 in Gesundheit
Hallo,

vielleicht weiss jemand Rat für mich, denn ich selbst bin am Ende:
Meine Tochter 5 Jahre ist ein aufgewecktes plappermaul ABER sie grüsst und spricht nicht wenn wir unterwegs sind; und was noch viel schlimmer ist sie macht das auch in der Familie ( Omas, Tanten .... )- sie spricht einfach nicht! Alle Verwandten sind schon gekränkt. Im Kindergarten hat Sie keine Probleme! Ich habe Sie immer offen und komunikativ erzogen, und lebe ihr auch vor, wie man mit anderen umgeht. Mir kommt es vor, als wollte Sie Hallo sagen, bringt es aber leider nicht über die Lippen.Wie kann ich ihr helfen diese schlimme Schüchternheit zu überwinden?

ich hoffe es hat jemand einen Tipp für mich

Kommentare

  • TsubasaTsubasa

    Posts: 4

    edited 30. 11. -1, 00:00
    Liebe Sandra,

    Ich schreib dir mal was mir dazu einfällt. :D

    Viele Kinder in diesem Alter spüren Sachen sehr fein und stark. Wenn es sehr liebevolle, entspannte Menschen sind haben diese Kinder oft kein Problem, sind es aber vielleicht Menschen die unter großen Stress, Trauer, Ärger oder Ängsten etc. leiden, spürt das Kind diese Energie und ist unangenehm betroffen, "berührt" davon. Während wir Erwachsene es eigentlich ja auch oft spüren aber über unsere Gefühle hinwegehen, leben Kinder das Gefühl des Angezogenseins oder Abgestoßenseins voll aus.

    Übe einmal zuhause wie man eine Tante noch begrüßen kann. Z. B. von einiger Entfernung die Hand heben/winken oder Hallo Tante xxx rufen. Erlaube Deinem Kind, das es Omas , Tante etc. nicht küssen muß, wenn es nicht will. Es reicht bei Deinem Kind jetzt auch wenn es einmal im Spiel übt und in einem Sicherheitsabstand "Hallo" ruft. Spielchen wie 1,2,3 Hallo Tante XXX gemeinsam rufen und ev. noch im Rythmus in die Hände dazu klatschen oder durch einen kleinen Papiertrichter die Begrüßung rufen etc. Achte darauf, daß es jedoch nicht ewig die gleichen Spiel sind sondern über eines nach dem anderen gut ein (erst wenn eine Begrüßung gut funktioniert, dann die nächste erarbeiten), dass könnt´ihr auch mit einer Puppe, dem Stofftier, dem Papa, der Kindergartenpädagogin und mit den Kindern im Kindergarten machen und dann Variationen ausprobieren. Einmal mit erhobener Hand, einmal mit klatschen, einmal mit einem Tanzschritt... oder mit Verbeugung und vielleicht rutscht so auch das Hallo leichter heraus, wenn man nicht von den Augen des anderen "gefesselt" ist.

    Bei Gelegenheit würde ich doch auch einmal eine Entwicklungsüberprüfung bei einem guten einfühlsamen und kindgeschulten PsychologIn durchführen lassen. Manche Kinder haben in einigen Bereichen auch einen Nachholbedarf z. B. Reizintegration etc., der für den Laien jetzt noch nicht sichtbar ist. Aber am Beginn sollte man ruhig auch spielerisch an das Thema gehen. Wenn es in zwei bis drei Monaten trotz diverser regelmäßiger Versuche nicht hilft, gehe zum Fachmann siehe oben.

    lg
    Mira
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