Montag, 05. Mai 2008 um 12:08
Verhütungungsmittel für Männer auf Basis von Hormonpräparaten um die Fruchtbarkeit des Samens zu reduzieren, sind trotz der jahrelangen Diskussion nach wie vor nicht auf dem Markt erschienen. Forschungsergebnisse aus Kalifornien belegen nun wieder die Machbarkeit der Pille für den Mann.

Einer der Hauptgründe der mangelnden Popularität der Pille für den Mann ist, nach Umfragen, die Angst ob die Fruchtbarkeit, nach längerer Einnahme eines Hormonpräparates, wiedererlangt werden kann. So zeigt auch die Pharmaindustrie wenig Interesse, Geld in die nötigen Versuche und Testungen zu investieren um für ein bereits jetzt kaum nachgefragtes Produkt, Medikamentenzulassungen zu erhalten.
Aus einer aktuellen Studie der Forscher Christina Wang und Ron Swerdloff, welche diesen Monat in der amerikanischen Fachzeitschrift "Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism" erscheint, geht jedoch hervor, dass Hormonpräparate zur Blockierung der Samenproduktion geeignet sind und der Effekt ohne vermeintlichen Schaden wieder zurückgenommen werden kann.
Die Wissenschaftler aus Kalifornien verweisen auf ein Präparat aus Progesteron und Testosteron, dass eine Schwangerschaft mit einer Wahrscheinlichkeit von 97 Prozent verhindern kann. Dieser Prozentsatz liegt ähnlich hoch wie der anderer anerkannter Verhütungsmittel. Das zugeführte Testosteron reduziert die Produktion des Stoffes in den Hoden, dadurch wird dem Körper suggeriert , dass der Hormonspiegel bereits seinen SOLL-Zustand erreicht hat. Progesteron, eigentlich ein weibliches Hormon, soll den Prozess zusätzlich anregen.
Auf dem Weg zur Pille für den Mann wird es allerdings noch eine Reihe aussagekräftiger Studien, unter entsprechender Medienaufmerksamkeit, benötigen bevor sich ein lohnenswerter Markt für die Pharmaindustrie öffnet.
