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Donnerstag, 01. März 2007 um 09:43

Lernwunder Babys

Laut dem Hirnforscher Manfred Spitzer, Direktor an der Universitätsklinik für Psychiatrie Ulm, wird für die Frühförderung von Kleinkindern noch zu wenig getan. Andere Länder wie Frankreich und Skandinavien seien auf diesem Feld weiter, als Deutschland.

Baby sieht zur Seite Spitzer betont, dass man bei Kleinkindern leicht Rückschlüsse auf einen positiven Lernprozess ziehen kann: "Wenn sie Spaß daran haben, wenn sie aufmerksam dabei sind, ist es richtig, was man macht. Wenn sie sich abwenden und alles ganz furchtbar finden, stimmt etwas nicht."

So sind durchaus auch philosophische Texte oder Pflanzenratgeber für die Förderung der Kinder geeignet. "Es geht ja nicht darum, dass es Kant lernt "?? sondern es hört die schöne deutsche Sprache und merkt, dass der Vater Spaß am Vorlesen hat." Problematisch vermerkt der Hirnforscher das eindimensionale Kinderprogramm im Fernsehen. Selbst auf Kleinkinder zugeschnittenes Programm trägt nicht wesentlich zur Ausbildung von kindlichen Erfahrungswerten oder bestimmter Fähigkeiten bei. "Was vom Bildschirm kommt, riecht nicht und schmeckt nicht, es ist nur laut und bunt "?? gerade einmal zwei Sinneskanäle werden angesprochen. Da wird bei kleinen Kindern viel Zeit vertan."??

Seine Meinung äußerte Spitzer im Vorfeld der EU-Bildungsministerkonferenz in Heidelberg gegenüber der Presseagentur dpa.


Bildquelle: Grin. | Fotograf: Melting Mama | CC icon Some Rights Reserved
Kommentare (1)add
Spitzer
geschrieben von Manuela Hrbek , 06. März 2007
In seinem Buch "Vorsicht Bildschirm" warnt Spitzer sogar eindringlich vor Fernsehprogrammen, die Gewaltszenen enthalten (und dies sind 90 % der "Kindersendungen") - da Kleinkinder bis zu einem Alter von ca. 6 Jahren noch nicht vollständig zwischen Realität und Fiktion unterscheiden können. Die Bücher von Spitzer sind insgesamt sehr lesenswert!
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