Dienstag, 09. Januar 2007 um 09:39
Mehr als 200 Millionen Kinder werden durch Armut, Mangelernährung und
schlechte Gesundheit ihrer natureigenen Fähigkeiten beraubt. Die geistige
Entwicklung der jungen Menschen kann nach einer Studie der Gruppe um
Sally Grantham-McGregor des University College in London nicht in normaler
Weise verlaufen.

Allen voran stehen die Entwicklungsländer, die den höchsten Anteil an Kindern
in Armut verzeichnen. Unterernährung, Depression von Mutter und Vater und
deren Folgewirkungen, mangelnde Stimulationen und medizinisch unzureichend
behandelte Infektionskrankheiten wie Durchfall, AIDS oder Malaria führen zur
Beeinträchtigung der motorischen, geistigen und emotionalen Entwicklung der
Kinder.
Die so heranwachsenden Kinder tragen ihre Defizite in kommende Folgegenerationen.
Die Gruppe beziffert eine Zahl von insgesamt 219 Millionen betroffenen Kindern unter
5 Jahren. Ein großer Teil (89 Millionen) lebt in Südostasien. 66 % kommen aus den folgenden
zehn Ländern: Indien, Nigeria, China, Bangladesch, Ã?â??thiopien, Indonesien, Pakistan,
Kongo, Uganda und Tansania.
In Schwarzafrika leiden 61 % der Kinder dieser Altersgruppe unter den Folgen der
mangelhaften Entwicklungsgrundlage. Rechtzeitige medizinsche Versorgung, entsprechende
Ernährung und adäquate Förderung könnten einen Großteil der Kinder zu einer gesunden
altersentsprechenden Reifung führen.
Auch in der westlichen Welt führen Entwicklungsverzögerungen im Vorschulalter
zu einem Teufelskreis der Probleme von Privat- und Schul- bis zum späteren Arbeitsleben.
