Besser
17. Mai 2012 Design-Element
Gewinnspiel

Dienstag, 29. August 2006 um 00:07

Harmonie und Wundheilung

Disharmonien und Konflikte zwischen sich liebenden Personen können die Heilung von kleinen Wunden bis zu 3 Tage verzögern.

Am State University College of Medicine in Ohio wurden freiwilligen Paaren in einer Studie kleine Wunden an der Epidermis (Oberhaut) am Unterarm zugefügt. Nach dem Eingriff inszenierten die Studienleiter ein moderiertes Gespräch zwischen den Partnern, in welchem einer der Partner sich positive Zuschreibungen machen sollte und durch den anderen ermuntert wurde. Die so herbeigeführte Situation führte zu einem Verständnis zwischen den Partnern. Bei einem zweiten Termin, einen Monat später fügte man den Probanden die gleiche Verletzung erneut zu und führte sie in eine Diskussion, um, in der Regel, beziehungsbelastendere Themen wie zB. Geldfragen, Schwiegereltern, etc.

In dem Versuch zeigte sich, dass die Verletzung bei den Paaren, die ein harmonisches Miteinander nach dem ersten Versuch fanden, schneller heilte, als bei dem zweiten Test. Aufgrund des Konfliktes wurde bei den Partnern soviel immuner Stress ausgelöst, dass sich die Spiegel von bestimmten Immunbotenstoffen (Interleukin-6) für die Wundheilung im Vergleich zum ersten Testtermin negativ veränderten. Es kam zu einer ungesunden Überproduktion. Bei Paaren, die schon längere Zeit Disharmonien in der Beziehung hatten, verzögerte sich die Wundheilung bis zu 6 Tagen.

Die Ergebnisse der Tests lassen Vermutungen zu, dass auch Eltern-Kind-Beziehungen diesen "Gesetzen" unterliegen und unterstreichen die Gefahr des "Kindes als Symptomträger". Durch die enge Beziehung und Involviertheit in das Gefühlsleben der Eltern sind Kinder auch den Stresssituationen ausgesetzt, die sich bei ihnen durch Krankheit oder vermehrtes Kränkeln zeigen können.


Links:
pni.psychiatry.ohio-state.edu/jkg/ - PNI Research Programm Ohio State University
Kommentare (0)add
Kommentar schreiben
- | +

busy

Design-Element-Unten