
Traumata können die physische Entwicklung des kindlichen Gehirns nachhaltig schädigen. Verantwortlich dafür sind erhöhte Stresssituationen und posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) im Zusammenspiel mit der Gehirnregion des Hippocampus, der vorrangig für die Verarbeitung von Erinnerungen und Emotionen zuständig ist.
Für die in Kooperation durchgeführte Studie an der Stanford University School of Medicine und der University of New Orleans wurden 15 Kinder im Alter zwischen 7 und 13 Jahren untersucht. Alle Teilnehmer litten an PBTS in Folge von Gewalt, Isolation oder sexuellen Misshandlungen. Gemessen wurden das Volumen des Hippocampus und der Cortisol-Spiegel der Probanden über den Zeitraum von 12 bis 18 Monaten. Die Forscher vermuten bis dato auch, dass eine geringe Größe dieser Hirnregion und der dadurch schlechtere Umgang mit Stress die Symptome von PBTS noch verstärken kann.| KiSS-Syndrom |
Das KiSS-Syndrom hat trotz der irreführenden Bezeichnung nichts mit dem englischen Wort für Kuss zu tun. Die Abkürzung KiSS steht für Kopfgelenk-induzierte Symmetrie-Störung und beschreibt Steuerungsstörungen im Bereich der Halswirbelsäule, die bei Säuglingen und Kleinkindern auftreten und ohne Behandlung selbst bei Schulkindern und Erwachsenen noch Beschwerden hervorrufen können. |