Mittwoch, 21. Februar 2007 um 16:55
Erneut belegt eine Studie aus den Vereinigten Staaten, dass die mediale Sexualisierung junge Frauen in ihrer psychischen, körperlichen und sexuellen Entwicklung stark beeinträchtigt. Eine Arbeitsgruppe der American Psychological Association unter der Leitung von Eileen Zurbriggen hat sich den unterschiedlichen Medien und kulturellen Informationsformen zugewandt, um diese auf ihre sexistischen Inhalte und möglichen gesellschaftsstrukturierenden Wirkungen zu untersuchen.

Fernsehen, Videos, Songtexte, Illustrierte, Filme, Videospiele und das Internet wurden verstärkt auf ihre Inhalte untersucht. Auch Werbekampagnen und Produktmerchandising wurden in Hinsicht auf ihre zu vermittelnden Nachrichten reflektiert wobei darauf geachtet wurde, welche Teile der Text- oder Bildkommunikation über positive weibliche Charakteristika oder durch eine Sexualisierung des weiblichen Körpers kommuniziert werden.
Laut Eileen Zubriggen zeigen sich die negativen Auswirkungen im Leben jeder Frau, aber vielfach verstärkt in derzeitig jungen Generationen - durch den regen Kontakt mit den unterschiedlichsten Medien im Verlauf des Tages. Beeinträchtigungen im kognitiven wie emotionalen Bereich stehen in Wechselwirkung zueinander und begünstigen mittlerweile als klassisch bekannte psychische und physische Krankheitsformen wie Magersucht, Depression, Selbstwertprobleme, etc. bei Mädchen.
Der 68-seitige Bericht über die Studie führt in seiner Einleitung die grundlegende Problematik sowie Beispiele an. Weiters werden die Formen des Medienkontakts von Mädchen, deren Konsequenzen und eine Reihe an Vorschlägen für einen alternativen Umgang besprochen. Der in englischer Sprache verfasste Bericht liest sich übrigens leicht, ist informativ und übersichtlich in thematische Bereiche gegliedert.
Die groß angelegte Studie ist trotz absehbarer Ergebnisse eine wichtige Zusammenführung und erneute Betonung der gegenwärtigen Lebensrealität von jungen Frauen in den Vereinigten Staaten und anderen Industrienationen.